Europäische Studie zur Zeitarbeit
Eurociett: 2,1 Millionen neue Jobs in Europa bis 2012
Der europäische Dachverband der Zeitarbeitbranche, Eurociett, hat im Dezmeber 2007 eine wegweisende Studie zum Einfluss der europäischen Zeitarbeit auf Beschäftigung und Wachstum mit dem Titel „More work opportunities for more people“ veröffentlicht. Demnach wird erwartet, dass die europäische Zeitarbeitbranche bis zum Jahr 2012 mehr als 2,1 Millionen neue Jobs durch strukturelles Wachstum sowie durch Aufhebung von überflüssigen gesetzlichen Restriktionen schaffen wird.
- Zeitarbeitunternehmen seien heute schon ein Jobmotor und beschäftigten gegenwärtig bereits 3,3 Millionen Mitarbeiter in Europa. Durch kontinuierliches strukturelles Wachstum werde ein Zuwachs von 1,6 Millionen weiteren Arbeitsplätzen bis 2012 erwartet, was einen Anstieg auf knapp 5 Millionen Mitarbeiter bedeuten würde.
- Darüber hinaus könnten bis zu 570.000 zusätzliche Jobs entstehen, wenn gesetzliche Beschränkungen allein in den sechs europäischen Schlüsselländern der Zeitarbeit Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande und Spanien aufgehoben würden, so zum Beispiel die Beschränkung der Zeitarbeit im Bauhauptgewerbe in Deutschland.
Die Studie belege, dass die Zeitarbeit ein Motor für Beschäftigung und Wachstum sei, während sie gleichzeitig den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtere und neue Möglichkeiten der Beschäftigung für Arbeitsuchende schaffe. Vor dem Hintergrund der Diskussionen über Flexicurity, EU-Richtlinien zur Zeitarbeit und Arbeitszeit bietet die Studie mit Hilfe von Fallbeispielen und wissenschaftlichen Daten auf europäischer Ebene einen umfassenden Überblick, welchen Beitrag die Branche für einen funktionierenden Arbeitsmarkt leisten kann. Die Ergebnisse unterstreichen einmal mehr die Notwendigkeit, dass etwaige Vereinbarungen im Rahmen einer Zeitarbeitsrichtlinie die Zeitarbeit in keinem Falle behindern, sondern deren positiven Effekte verstärken sollten.
Die Studie ist Ergebnis eines längeren Projektes, das die internationale Beratungsfirma Bain & Company im Auftrag von Eurociett durchgeführt hat. Als Mitglied von Eurociett hat der BZA das Projekt beratend unterstützt. Heide Franken (BZA-Vorstand), Dr. Reinhold Henseler (BZA-Beauftragter Internationales) waren im Lenkungsausschuss, Thomas Läpple und Astrid Weber (BZA) im Projektteam maßgeblich in das Vorhaben eingebunden.
Mehr dazu erfahren Sie in der Pressemitteilung von Eurociett und im Original der Studie.
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- Eurociett-Studie: More work opportunities for more people pdf (3 mb)
- Eurociett Pressemitteilung pdf (37 kb)
