Pressemitteilung
28.000 Zeitarbeitnehmer sind in Kurzarbeit: Branche nutzt neues Angebot für Qualifizierung
24.06.2009 bza // 28.000 Zeitarbeitnehmer waren im April in Kurzarbeit, wie eine repräsentative Umfrage des IW Köln im Auftrag des Bundesverbandes Zeitarbeit (BZA) herausgefunden hat. Das sind 5,5 Prozent aller Zeitarbeitnehmer. Geordnet nach Betriebsgrößen gibt es dabei einen eindeutigen, aber überraschenden Zusammenhang. Je kleiner das Unternehmen, desto stärker wird diese Überbrückungsmaßnahme genutzt: Der Umfrage zufolge sind 35 Prozent aller Zeitarbeitnehmer in Betrieben bis zu 50 Mitarbeitern in Kurzarbeit. Bei Firmen mit 51 bis 500 Mitarbeitern sind es 15 Prozent, während Großunternehmen (ab 501 Mitarbeiter) nur 4 Prozent ihrer externen Mitarbeiter in Kurzarbeit halten.
Volker Enkerts, BZA-Präsident kommentiert diese Zahlen positiv: „Erst seit wenigen Monaten ist Kurzarbeit in der Zeitarbeit möglich. Dass nach so kurzem Vorlauf die Firmen dieses Instrument nutzen und ihre Belegschaft vor Entlassungen bewahren, ist ein Erfolg. Entscheidend ist jedoch vielmehr die Möglichkeit, im Rahmen von Kurzarbeit Förderprogramme der Bundesarbeitsagentur zu nutzen, um die Mitarbeiter weiterzuqualifizieren - eine hervorragende Gelegenheit, jetzt in der Krise das Personal fit zu machen für die gestiegenen Anforderungen der Kundenunternehmen. Der Umgang mit der Krise, die Qualifizierung und die Lösung des Fachkräftemangels gehen hier Hand in Hand – und das wird künftig eine zentrale Funktion der Zeitarbeit in unserer Volkswirtschaft sein.“
Enkerts dankt der Politik und der Bundesagentur für Arbeit für diese rasch umgesetzte Maßnahme und fordert gleichzeitig die Zeitarbeitunternehmen auf, diese Möglichkeit sogar noch stärker zu nutzen: „Die Politik ist in Vorleistung gegangen und erwartet nun ein entsprechendes Engagement der Branche. Natürlich ist dies eine ureigene unternehmerische Entscheidung - schließlich muss auch die Perspektive für die entsprechenden Mitarbeiter vorhanden sein.“
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